Perspektivenwechsel ohne Seenot: Wenn die Kamera schwimmen lernt
Wer stundenlang durch traumhafte Flusslandschaften gleitet, möchte diese einmaligen Impressionen nicht nur im Gedächtnis, sondern auch digital festhalten. Lange Zeit reichte mir dafür die klassische Fotografie. Doch beim Stöbern durch diverse Reise-Kanäle auf YouTube wurde mir schnell klar: Dynamische Bewegtbilder bringen die Faszination des Flussfahrers auf ein völlig neues Level und bilden die perfekte Ergänzung zum Fotoalbum.
Nur: Wie setzt man das auf einem Motorboot wie der Viknes V10 praktikabel um? Eine aufwendige Filmausrüstung anzuschaffen, kam für mich nicht infrage. Erst recht nicht, wenn man auch einmal alleine am Steuer steht. Die Haupttätigkeit muss schließlich immer das sichere Navigieren auf dem Fluss bleiben – Schiffsführung geht klar vor Kameraführung.
Der Traum vom Luftbild – und die Angst vor der Tauchstation
Die logische Konsequenz war das Thema Drohne. Doch ehrlich gesagt begegnete ich der Idee zunächst mit gemischten Gefühlen. Das nervige Gesumme über idyllischen Dörfern oder bekannten Hotspots ging mir selbst schon oft genug auf den Wecker. Viel schwerer wog jedoch das technische Risiko über dem nassen Element: Spiegelnde Wasserflächen bringen die optischen Sensoren herkömmlicher Drohnen regelmäßig aus dem Konzept. Ein kleiner Sensorfehler oder ein unbedachtes Manöver – und das teure Fluggerät verwandelt sich blitzschnell in ein U-Boot auf Nimmerwiedersehen. Wer möchte schon eine neue Drohne bei einer potenziell gefahrvollen Wasserlandung opfern?
Das Glück bei der Recherche war jedoch einmal mehr auf meiner Seite. Mit der HOVERAir Aqua gibt es seit Kurzem ein System auf dem Markt, das dem Element Wasser rigoros den Schrecken nimmt. Das Gehäuse scheut die Feuchtigkeit nicht, sodass unsanfte Berührungen mit der Oberfläche oder ungewollte Wässerungen nicht direkt zum Totalschaden führen. Das absolute Highlight ist jedoch die Fähigkeit zu echten Wasserstarts und Wasserlandungen: Sie kann direkt auf den Wellen aufsetzen und von dort wieder abheben. Dadurch entfällt das Hantieren mit riskanten Handstarts auf dem schwankenden Deck oder der Badeplattform komplett. Das sorgt für maximale Entlastung, sodass ich mich selbst als Einzelfahrer weiterhin voll auf den Kurs, die Strömung und das eigentliche Flussfahrvergnügen konzentrieren kann.
Mein Fazit: Die ersten Erfahrungen im Bordalltag sind durchwegs einwandfrei und machen riesigen Spaß! Die HOVERAir Aqua schenkt mir künftig eine wundervolle Vogelperspektive auf meine Reisen, ohne dass bei jedem Start der Puls wegen eines drohenden Wasserschadens in die Höhe schnellt. Auf den Flussfahrten zählt gelassener Genuss – und die richtige Drohne liefert die spektakulären Aufnahmen jetzt ganz ohne Schweißperlen auf der Stirn.