Die Plattform-Falle auf den Flüssen
Wer ein Schiff wie die Viknes V10 sein Eigen nennt, kommt früher oder später an den Punkt, wo das perfekte Beiboot evaluiert werden muss. Auf dem Papier klingt die Luxusvariante verlockend: Ein Original Highfield 260 mit festem GFK-Rumpf, bewegt von einem eleganten elektrischen Teleskop-System, das den Tender sanft und mühelos auf die Badeplattform hebt. Doch was im Prospekt nach maritimer Noblesse aussieht, entpuppt sich im Alltag auf Europas Binnenwasserstraßen schnell als goldener Käfig.
Da ich zu 80 Prozent auf den idyllischen Flüssen und Kanälen unterwegs bin, benötige ich in den wenigsten Fällen ein Dinghy. Meistens liege ich entspannt im Hafen oder mache direkt am Ufer fest – zum Beispiel an den malerischen Treidelpfaden Frankreichs. Und genau hier wird das Highfield zur ständigen Bremse: Mit seinem starren GFK-Boden lässt es sich nirgendwo zusammenlegen oder verstauen. Es würde dauerhaft auf der Badeplattform thronen, den komfortablen Landgang über das Heck versperren und genau jenen Platz blockieren, den man im Hafen- und Flussalltag täglich braucht.
Für die wenigen Momente, in denen ich das Dinghy doch einmal benötige – sei es, weil ich keinen Hafenplatz mehr ergattern konnte und in einer Bucht ankere –, geht es ohnehin nur um sehr kurze Fahrten.
Trotzdem wollte ich keine schwimmende Gummiwurst ohne Führung. Die Lösung ist das 3D Tender Twin V-Shape 230: Es bildet den perfekten Kompromiss. Durch seinen V-förmigen Hochdruck-Luftboden bietet es einen verblüffend guten Geradeauslauf und spürbare Stabilität, ohne das hohe Gewicht oder die Sperrigkeit eines festen GFK-Rumpfes mitzuschleppen. Wird es nicht gebraucht, wandert es zusammengefaltet in den Stauraum. Die Badeplattform bleibt zu 100 % frei, der Weg an Land ist unversperrt – und für den Fall der Fälle ist in wenigen Minuten ein schnittiges Beiboot einsatzbereit.
Sauberer Antrieb: Schluss mit Benzingestank im Schiff
Genauso konsequent wie beim Rumpf fiel auch die Entscheidung beim Antrieb aus: Nie wieder flüssiger Treibstoff für ein Beiboot im Schiff! Wer einmal Benzindämpfe oder ölige Flecken in den Staufächern hatte, verzichtet dankend auf Reservekanister an Bord.
Für die kurzen Fahrten zum Ufer macht ein elektrischer Torqeedo Travel absolut Sinn. Er arbeitet leise, sauber und verlässlich. Das Geniale daran: In der Backskiste, in der der Außenborder gelagert wird, habe ich eine kleine Steckdose montiert. So lädt der Torqeedo während der Fahrt mit der Viknes ganz nebenbei auf – völlig geruchlos, komfortabel und ohne ständiges Hantieren mit Benzin.
Mein Fazit: Freie Badeplattform und eine saubere, geruchsfreie Backskiste schlagen Festrumpf-Luxus und Benzingestank! Auf den Flüssen zählt echter Nutzwert. Das 3D Tender Twin V-Shape 230 mit Torqeedo ist da, wenn man es braucht – und unsichtbar, wenn man die Tage an Bord genießt.